Was ist „Islandmoos“

Islandmoos ist eine polsterförmig wachsende Strauchflechte.

Lateinischer Namen: 

Cetraria islandica

Synonyme:

Isländisches Moos, Irisches Moos, Lichen Islandicus, Blutlungenmoos, Fiebermoos, Hirschhornflechte, Graupen (österr.)

Natürliches Aussehen:

geweihartig, starr, schuppig, oft rinnig verbogen, auf der Oberseite braungrün, auf der Unterseite weißgrün gefärbt. 

Je nach Lichteinwirkung und Vorkommen braun, dunkelbraun bis schwarzbraun.

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Höhe:  

4 cm bis 12 cm hoch.

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Farbe:

Je nach Lichteinwirkung und Vorkommen braun, dunkelbraun bis schwarzbraun.

Vorkommen:

ganz Europa, im Süden jedoch nur in höheren Lagen.

Eine Flechte ist eine Lebensgemeinschaft zwischen einem Pilz und einer Alge.

Der Pilz bildet dabei das Grundgerüst. Die Alge liefert auf Grund ihrer Fähigkeit zur Photosynthese die Lebensenergie. Gemeinsam sind Pilz und Alge ein funktionierends Team. Sie ergänzen sich und entwickeln enorm viele verschiedene Wirkstoffe zum eigenen Schutz.

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Bau einer Blattflechte (Querschnitt) (Quelle: Kirschbaum und Wirth, 1995)

Geerntet wird nur das Polster. Pilzsporen (Wurzeln, Grundgerüst) und Alge bleiben zurück, die Flechte kann weiter leben. Wir verkaufen nur die Umweltschonend geerntete „leblose Hülle“ unter dem Namen „Islandmoos“

Eins mögen Flechten nicht: Luftverschmutzung. Ist die Luft schmutzig, sterben sie ab oder wachsen erst gar nicht.

Wo es also Flechten gibt, ist die Luft noch „sauber“!

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